Umrüstung auf LNG: AG „EMS“ erhält Förderung des Bundes für den Umbau von MS Münsterland

Nun ist es amtlich: die AG „EMS“ darf sich über eine Förderung des Bundes für die Umrüstung der Fähre MS „Münsterland“ auf Flüssiggas-Antrieb freuen.

Archivfoto: MS „Münsterland“ verlässt den Emder Hafen am Abend.

Am Dienstag, den 27.11.2018 übergab Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur den Förderbescheid für die Umrüstung. „Mit der Übergabe des ersten Förderbescheides geben wir den Startschuss für die Aus- und Umrüstung von Seeschiffen auf einen umweltfreundlichen Antrieb. Damit unterstützen wir die Reeder, die Emissionen in der Schifffahrt zu reduzieren. Gleichzeitig wird mit unserer Förderung der Umstieg auf einen schadstoffärmeren Kraftstoff beschleunigt“, erklärte Ferlemann.

Die AG „EMS“ hatte bereits 2015 durch die Inbetriebnahme der LNG-Fähre MS „Ostfriesland“ großes Interesse aus Deutschland und ganz Europa auf sich gezogen, da die Reederei den Schritt gewagt hatte und trotz fehlender Infrastruktur auf Gas umgerüstet hatte. Dr. Bernhard Brons meint dazu: „ Als First Mover wollen wir mit der zweiten Umrüstung unserer Flotte ein weiteres Zeichen für nachhaltige Umweltfreundlichkeit im deutschen Seeverkehr setzen.“

MS „Münsterland“ ist nahezu baugleich mit MS „Ostfriesland“. Wie beim Schwesterschiff soll im erprobten Verfahren ein neues Heck gebaut werden, in dem  zukünftig der LNG-Antrieb und der Tank Platz finden. Auch das Vorgehen ist gleich: „Wir wollen erneut ein neues Heck bauen, während die Fähre noch den Borkumverkehr versieht“, erklärt AG „EMS“-Inspektor Claus Hirsch.

Archivfoto: Maschinenraum der bereits umgebauten MS „Ostfriesland“

Das Unternehmen profitiert nun von den umfassenden Erfahrungen aus dem Projekt MS „Ostfriesland“, welche bei der Planung und Durchführung der Umrüstung von MS „Münsterland“ auf LNG von Vorteil sind. „Der erste Umbau war ein echtes Pilotprojekt aus dessen Umsetzung wir viel technisches Know-How gewinnen konnten“, sagt Hirsch.

Aktuell laufen die Vorbereitung für die Leistungsausschreibung, daher kann zur ausführenden Bauwerft noch keine Angabe gemacht werden.

Quelle: AG „EMS“