Mit dem Raddampder Freya über die Ems

Der über 100 Jahre alte Raddampfer FREYA bot rund um Ostern erstmalig Fahrten auf der Ems an. Auch wir waren dabei und haben einen kleinen Reisebericht verfasst.

Reisebericht Freya - 1

Reisebericht Freya – 1

Zum Schiff: Es wurde 1905 als ,,Westerschelde“ in den Niederlanden gebaut. Bis 1933 war sie als Fähre auf der Oster- und Westerschelde im Einsatz. Danach wurde Sie unter anderem als Versteck vor dem Nationalsozialismus, königliche Yacht, Dieselbunkerschiff und schwimmender Kaufladen eingesetzt. Seit 1999 gehört sie nun der deutschen Reederei Adler-Schiffe. 2005 feierte die FREYA 100- jähriges Jubiläum. Heute ist das Schiff vor allem auf dem Nord-Ostsee-Kanal, auf der Elbe sowie auf maritime Großveranstaltungen unterwegs. Der Seitenraddampfer ist 54 m lang und 11 m breit. Die Höchst-geschwindigkeit liegt bei ca. 8,50 Knoten. Sie bietet Platz für max. 250 Passagiere.

Vom 14.04 bis zum 21.04. bot das Schiff nun Fahrten auf der Ems an. Angeboten wurde entweder pro Tag eine Fahrt von 10 – 13 Uhr über die Ems von Emden-Papenburg und von Papenburg – Emden. Außerdem von 14.30 – 17.30 Uhr ein kleiner Rundkurs ab Emden bzw. ab Papenburg.

Ich habe an der Nachmittagsfahrt mit Kuchenbuffet und Kaffee & Tee von 14.30 – 17.30 teilgenommen. Aber gegen 14.30 war im Emder Hafen leider noch nichts vom historischen Raddampfer zu sehen. Erst gegen 15.20 legte das Schiff im Außenhafen an. Es hatte sich auf dem Weg aus Papenburg verspätet. Etwa 100 Passagiere hatten auch den Weg zum Außenhafen gefunden, um an der Fahrt teilzunehmen. Das Innere der Freya überzeugte durch Eleganz und Tradition. Das Schiff nahm nach dem Verlassen des Emder Hafens Kurs auf das Emssperwerk.

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Freya Reisebericht – 2

Ein besonderes Highlight, war das aus dem Boden herausfahrende Kuchenbuffet. Kaffee, Tee und Kakao wurde kostenlos angeboten. Kaltgetränke sowie kleine Gerichte konnten zusätzlich bestellt werden.

Es gibt zwei offene Decks mit jeweils einer Promenade außenherum. Im Unterdeck konnte man sich die beiden Schaufelräder angucken und sich durch ein Fenster den Maschinenraum ansehen. Auf beiden Decks gibt es eine Bar.

Ca. 25 Minuten nach der Abfahrt durchfuhren wir das Emssperrwerk bei Gandersum. 20 Minuten später wurde gewendet und wieder Kurs auf Emden genommen. Bei 8 und mehr Windstärken wurde man draußen auch schon mal nass. Fast pünktlich um 17.30 war das Schiff wieder in Emden angekommen. Die durch die Verspätung verlorene Zeit wurde also wiederaufgeholt.

Freya Reisebericht - 3

Freya Reisebericht – 3

Fazit: Ein wunderschönes historisches Schiff. Allerdings ist die Strecke nicht so interessant, denn auf der Ems ist links & rechts meist nur Deich zu sehen. Trotzdem lohnt sich eine Fahrt mit der FREYA.