Emden: Neuer Großschiffsliegeplatz genehmigt

Ende August erteilte der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) der Niedersachsen Ports GmbH Co. KG Emden die Genehmigung für den Neubau eines Großschiffsliegeplatzes im Hafen Emden.

EMDEN. Der entsprechende Planfeststellungsbeschluss sowie die dazugehörigen Antragsunterlagen – als Bestandteil des Beschlusses – liegen vom 13. September bis einschließlich 26. September bei der Stadt Emden während der jeweiligen Dienststunden öffentlich zur Einsichtnahme aus. Wegen einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt die Auslegung auch in der Provinz Groningen und der Gemeinde Delfzijl.

Mit dem planfestgestellten Vorhaben sollen im Bereich des Emder Hafens zwischen Emspier und Emskai die Kapazitäten erweitert werden. Erforderlich wird dies aufgrund des erwarteten, weiterhin steigenden Umschlags im Bereich Projektladungen, des Automobilumschlags und veränderten Schiffsgrößen.

„Das ist für uns die rechtliche Grundlage, den Emder Hafen als Drehscheibe im europäischen und überseeischen Umschlag erweitern und damit stärken zu können“, erklärt Holger Banik, der Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

Das Vorhaben zum Neubau eines Großschiffsliegeplatzes umfasst den Bau einer Kaje, die Aufspülung eines Hafengeländes sowie Bodenentnahmen im Bereich der geplanten Hafenfläche und der Liegewanne. Dort wird eine Abfertigung von Schiffen mit einem Tiefgang bis 10,70 m und einer Länge von bis zu 265 m ermöglicht.

Ferner entstehen Anbindungen an vorhandene Verkehrsinfrastrukturen und eine neue Einspülanlage für Unterhaltungsbaggerungen.

Gegenstand des Verfahrens war auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Zudem erörterten die Beteiligten im wasserrechtlichen Verfahren auch gewässerökologische und naturschutzfachliche Themen. „Soweit die vorgetragenen Stellungnahmen und Einwendungen nicht als unbegründet zurückgewiesen wurden, konnte ihnen durch die Verfügung von Nebenbestimmungen Rechnung getragen werden. Weiterhin sind naturschutzrechtliche Kompensations- und Kohärenzmaßnahmen vorgesehen, die auf N-Ports-Flächen im Gebiet der Stadt Leer umgesetzt werden“, erläuterte Hans-Werner Glaeseker vom NLWKN in Oldenburg, der das Verfahren betreut hatte. Alles in allem sind somit die Auswirkungen der Maßnahme auf die Umwelt in die Gesamtabwägung eingeflossen.