Reisebericht: Nordeuropa-Kreuzfahrt mit der AIDAstella

Hamburg – Amsterdam – Zeebrugge – Le Havre – Southampton – Inergordon – Bergen – Eidfjord – Stavanger – Hamburg

Nachdem meine Eltern und ich bisher nur eine 3-tägige Fahrt mit der Queen Elizabeth (Cunard) gemacht hatten, entschlossen wir uns jetzt dazu, eine 14-tägige Kreuzfahrt mit der AIDAstella (AIDA Cruises) zu buchen. Wir freuten uns auf 9 schöne Häfen und 4 Seetage mit der beliebtesten deutschen Kreuzfahrtreederei und dem letztem auf der Meyer Werft gebautem Aida-Schiff .

Tag 1 (16.08.2014): Anreise & Auslaufen in Hamburg

Nach der Anreise per Bahn treffen wir gegen 14 Uhr am Cruise Center Hafencity in Hamburg ein. Nach dem Ein-Checken, das schnell und einfach verlief,  konnten wir endlich die AIDAstella betreten. Wir verschafften uns zuerst einen Überblick über die 14 Decks und bezogen unsere Balkonkabine auf Deck 6. Die Rettungsübung fand um 17 Uhr statt und ist der einzige verpflichtende Termin an Bord.

Im Anschluss erfolgte endlich das wunderschöne Auslaufen aus Hamburg, das wir leider bei ca. 16° C, Wind und Nieselregen mit Jacke genießen mussten. Trotzdem ein super schönes Erlebnis, dass die eine Hälfte der Passagiere an Deck und die andere beim Abendessen verbrachte.

Auslaufen aus dem Hamburger Hafen

Auslaufen aus dem Hamburger Hafen

Danach folgte ein Abendprogramm, zudem unter anderem die „Welcome“-Show mit der Vorstellung des Kapitäns Daniel Kreikemeyer im Theatrium und die Routenlasershow an Deck gehörten.

Tag 2 (17.08.2014): Amsterdam

Wir sind mit ca. 19 Knoten auf dem Weg von Hamburg nach Amsterdam (Niederlande). Es ist 16°C frisch und der Wind stürmt mit Winstärke 7, sodass es ordentlich wackelte und schepperte. Viele mussten wegen Seekrankheit auch das Frühstück ausfallen lassen. Am Vormittag gab es an Bord eine Vielzahl von Veranstaltungen: Ausflugspräsentationen für Zeebrügge & Le Havre, bayerischer Frühschoppen im Brauhaus, ein Vortrag vom Lektor Dr. Kai Boldt zu den Städten Amsterdam & Brügge, eine Kunstauktion u.v.m.

Gegen 12 Uhr erreichen wir die Nordschleuse-West in Ijmuiden, nach weiteren 27 km durch den Nordzeekanal gegen 15:15 Uhr, 3 Stunden früher als geplant, unseren Liegeplatz am Passenger Terminal Amsterdam direkt in der Innenstadt. Das Einlaufen in Amsterdam ist allerdings unspektakulär.

Amsterdam! Das „Venedig des Nordens“ hat 800.000 Einwohner. Besondere Attraktionen sind das Rijksmuseum, das Van-Gogh-Museum, das Anne-Frank-Haus, das Rotlichtviertel, sowie die 1250 Brücken und insgesamt 100 km Grachten. Hier liegen ca. 2500 Hausboote. Amsterdam überzeugt nicht mit einer beeindruckenden Skyline, sondern mit den zahlreichenkleinen Gassen, Grachten und Brücken.

Am  späten Nachmittag machten wir auf eigene Faust, einen Spaziergang durch die Vielzahl von kleinen Gassen & Straßen mit hunderten Restaurants, Imbissen und Coffee Shops. Aufgrund eines heftigen Regenschauers kehrten wir allerdings zum Abendessen wieder zum Schiff zurück.

Etwas überrascht waren wir als wir dieses Angebot auf dem Flowermarket entdeckten. Auf den Kauf haben wir lieber verzichtet.

Etwas überrascht waren wir als wir dieses Angebot auf dem Flowermarket entdeckten. Auf den Kauf haben wir lieber verzichtet.

Im Theatrium gab es am Abend noch 3 tolle Shows. Das Musical “Kein Bier auf Hawaii“, die Artistenshow „Varieté Ceremony“ und die Solo-Show mit der Sängerin Casey Francisco.

Tag 3 (18.08.2014): Amsterdam

Bis 16.30 Uhr hatten wir heute Zeit die niederländische Hauptstadt Amsterdam zu besuchen. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Anleger der zahlreichen Grachtenboote. Mit einem solchen fuhren wir zum Museumsviertel von Amsterdam.

Amsterdam

Amsterdamer Museumsviertel

Dort sind das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum, das Stedelijk Museum Amsterdam, das Diamond Museum, sowie ein schöner Park zu finden. Vor den Museen waren allerdings lange Warteschlangen, weshalb wir empfehlen im Internet Reservierungen vorzunehmen, um Wartezeiten zu vermeiden. Von dem Museumsviertel aus ging es weiter zum schönen Flowermarket und zum Rembrandtplein. Wir gehen weiter an den unzähligen Grachten, Brücken, dem Königspalast und dem Rotlichtviertel vorbei in Richtung AIDAstella.

Pünktlich um 17 Uhr verließen wir das Amsterdamer Kreuzfahrt Terminal und machen uns auf den 194 Seemeilen (359 Kilometer) weiten Weg nach Zeebrügge (Belgien). Nach der Passage des Nordzeekanals erreichten wir später wieder die offene Nordsee.

Eine der zahlreichen Grachten on Amsterdam. Links ist der Flowermarket zu sehen.

Eine der zahlreichen Grachten on Amsterdam. Links ist der Flowermarket zu sehen.

Unser Ausflugstipp für Amsterdam:

Ein Spaziergang  durch die Innenstadt, vorbei am Anne-Frank-Haus, dem Museumsviertel, dem Blumenmarkt, den Einkaufsstraßen und  dem Königspalast. Alle Sehenswürdigkeiten sind in einem Umkreis von 30 min. per Fuß erreichbar, denn im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen ist  Amsterdam eher klein. Aus unserer Sicht kann man sich auch eine Grachtenfahrt  (14 Euro p.P.) sparen.

Tag 4 (19.09.2014): Zeebrügge/Brügge

Gegen 7.45 Uhr erreichen wir den zweitgrößten Hafen Belgiens, Zeebrügge! In Zeebrügge befindet sich der Seehafen der Stadt Brügge. Die Hafeneinfahrt hier ist allerdings eher schmucklos.

Brügge III

Grote Markt

Wir wollen die Welthauptstadt der Schokolade und Hauptstadt der Region Westflandern, Brügge erkunden. Im Mittelalter war Brügge eines der größten Handelszentren Nordeuropas und das wichtigste Kontor der Hanse. Durch die Versandung verlor die Stadt jedoch den direkten Zugang zur Nordsee. Heute hat Brügge 117.000 Einwohner. Der mittelalterliche Stadtkern gehört seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mit dem AIDA-Shuttle (10 Euro p.P., hin und zurück) geht es zum Bahnhof Blankenberge. Von dort aus mit dem Zug weiter in das ca. 15 Minuten entfernte Brügge. Bei endlich strahlendem Sonnenschein machten wir uns nun zu Fuß auf den Weg ins Zentrum. Dort erwarten uns wunderschöne Kirchen, Festungen, Gassen und Cafés. Der Stadtkern ist faszinierend und bietet tausende Fotomotive. Im Gegensatz zu normalen Großstädten ist Brügge sehr sauber und nicht von Hochhäusern übersät. Es sind überwiegend historische Häuser zu finden. Trotzdem gibt es hier sehr viele namhafte Geschäfte. Das Zentrum der Altstadt ist der Grote Markt, einem alten Marktplatz mit vielen niedlichen Cafés und Restaurants am Rande. Am Nachmittag kehrten wir wieder mit dem Zug und dem Shuttlebus zum Schiff zurück.

Bei guten Wetterbedingungen verlassen wir den großen Zeebrügger Hafen um ca. 18.00 Uhr, Richtung Le Havre (Frankreich). Nach der Vorstellung der Offiziere und des Kapitäns im Theatrium fand gegen 21.30 Uhr noch die Premiere des Fantasymusicals Utopia statt, welches die zahlreich erschienenen Passagiere begeisterte.

Unser Ausflugstipp für Brügge:

Brügge II

berühmte belgische Pralinen

Besuchen Sie eines der Vielzahl von kleinen traditionellen Schokoladenmanufakturen für die Brügge weltweit bekannt ist. Probieren und kaufen Sie köstliche Pralinen. Rund um den Groten Markt sind viele dieser Läden zu finden.

Tag 5 (20.08.2014): Le Havre

Le Havre erreichen wir gegen 7.45 Uhr. Vorbei an der Steilküste, dem Yachthafen und der Innenstadt machen wir am Le Havre Terminal Croisière fest.

Le Havre! ist der wichtigste französische Hafen an der Atlantikküste und etwa 200 km von Paris entfernt. Die Stadt an der Seine-Mündung hat 177.000 Einwohner. Der Hafen ist der fünftgrößte in Europa.

Heute haben wir einen AIDA-Ausflug nach Honfleur & Deauville gebucht. Ca. 200 Passagiere haben den gleichen Ausflug ausgewählt und versammelten sich um 9.15 Uhr im Theatrium. Mit 3 Bussen und deutscher Reiseleitung ging es in Richtung Deauville. Dieser traditionelle Badeort, den früher die reichen Pariser besuchten, hat heute ca. 5000 Einwohner. Dort hatten wir 45 Minuten Freizeit, was reichte um einmal durchzuschlendern.  Es ging weiter nach Honfleur. Dieses ehemalige Fischerdorf überzeugt heute mit seinem mittelalterlichen und maritimen Charme. Nach dem Besuch ging es wieder zurück nach Le Havre, das wir gegen 14 Uhr erreichten.

Das Hafenbecken von Honfleur

Das Hafenbecken von Honfleur

Am Nachmittag fuhren wir mit dem kostenlosen AIDA-Shuttle ins Zentrum von Le Havre. Von dort aus machten wir einen Spaziergang durch die eher unattraktive Innenstadt bis zum tollen Steinstrand und zum Yachthafen. Mit dem Shuttle ging es auch wieder zurück zur AIDAstella.

Das Auslaufen erfolgte gegen 21.00 Uhr im Glanze eines wunderschönen Sonnenuntergangs, der Motiv vieler Fotos wurde. Im Theatrium gab es im Anschluss noch die beeindruckende Show „Mistery“ des Gedankenlesers Harry Sher, der an Bord zu Gast war.

Le Havre

Sonnenuntergang

Tag 6 (21.08.2014): Southampton

Bei strahlendem Sonnenschein und 12°C legen wir um 7.00 Uhr im englischen Southampton an. Mit uns liegt heute die Explorer von Semester at Sea hier.

Southampton! liegt am Southampton Water im schönen Süden Englands. Es ist einer der traditionsreichsten Häfen überhaupt, da hier unter anderem 1912 die Titanic zu ihrer Jungfernfahrt aufbrach. Außerdem ist Southampton der größte und bedeutendste Hafen in Großbritannien. Eine historische Stadtmauer, ein großes Einkaufszentrum, das interessante Sea City Museum mit Titanic-Ausstellung u.v.m. sind hier zu finden. Außerdem hat hier die britische Kreuzfahrtreederei Cunard ihren Sitz und ihren Starthafen zu den berühmten Transatlantiküberquerungen mit dem größten Ozeanliner der Welt, Queen Mary 2.

Wir wollen heute auf eigene Faust mit den regionalen Bussen die Stadt Salisbury und das Weltkulturerbe Stonehenge besichtigen. Zu Fuß geht es zur nahliegenden Bushaltestelle in Southampton. Von dort aus ca. 90 Minuten Fahrt bis nach Salisbury mit einem Tagesticket, das für 3 Personen bei nur 20 Euro liegt. Ab Salisbury startet für 68 Euro für drei Personen „The Stonehenge Tour“, die die Busfahrt und den Eintritt in Stonehenge beinhaltet. So erreichen wir gegen Mittag das weltberühmte Stonehenge! Vom Besucherzentrum geht es mit einem Shuttle-Bus zum Steinkreis. Während des Besichtigens der Steine versorgt Sie ein, auch auf Deutsch verfügbarer Audioguide, mit Informationen rund um den jungsteinzeitlichen Steinkreis. Wirklich schön!

Southmapton IIII

Stonehenge bei leichtem Regen

„The Stonehenge Tour“ bringt uns nach dem Besuch wieder nach Salisbury, wo wir noch der imposanten Kathedrale, in der die weltberühmte Magna Carta zu finden ist, einen Besuch abstatteten. Danach ging es mit dem Bus wieder zur AIDAstella.

Das Ablegen erfolgte gegen 21 Uhr im Dunkeln.

Ausflugstipp  für Southampton:

Sollten  Sie sich nicht für Stonehenge oder einen anderen Ausflug entscheiden, gibt es  die Möglichkeit direkt in Southampton das sehr interessante Sea City Museum  zu erkunden. Unter anderem ist hier eine große Sonderausstellung mit  originalen Exponaten zu finden, sowie interaktive Spiele zur leider sehr kurzen  Geschichte der legendären Titanic. 

Tag 7 (22.08.2014): Seetag

Es steht der 1.382 Kilometer lange Weg ins schottische Invergorden bevor, der zwei Tage in Anspruch nehmen wird.

Mit teilweise nur 7 Knoten gleiten wir an der Küste Großbritanniens vorbei. Die Windgeschwindigkeit liegt bei ca. 4 Knoten, wodurch das Schiff, zur Freude vieler Passagiere, sehr ruhig in der See liegt. Außerdem scheint endlich beständig die Sonne!

Nach 4 bereits besuchten Städten sollten die Seetage eigentlich zur Entspannung dienen, doch die zahlreichen Veranstaltungen lockten  viele Passagiere an. Highlights waren heute der Workshop „Die Kunst der Hypnose“ mit Gastkünstler Harry Sher, die Ausflugspräsentation Invergordon, der Vortrag  mit Lektor Dr. Kai Boldt „Die Meere“, das Bundesliga-Auftaktspiel im Brauhaus, der Pianist Jens Heinrich Claasen und die Präsentation der neuen AIDAprima.

Tag 8 (23.08.2014): Seetag

Bei sonnigem Wetter sind wir immer noch auf dem Weg nach Invergordon. Da der Wind allerdings teilweise mit über 40 Knoten stürmt, setzte bei einigen Passagieren die Seekrankheit wieder ein.

Um 20.30 Uhr gab es ein ganz besonderes Showhighlight. Nach dem Vorbild der berühmten Fernsehshow findet hier heute im Thatrium die Show „The Voice of the Ocean“ statt. Acht zuvor gecastete Passagiere geben alles um die Jury von ihrer Stimme zu überzeugen. Die Jury bestand aus den  General Manager Thomas Scharfenberg, dem Gastkünstler Jens Heinrich Claasen und dem Kapitän Daniel Kreikemeyer. Nachdem alle Teilnehmer im auf den letzten Platz gefüllten Theatrium gesungen hatten, waren die Teams der Coaches komplett und Sie mussten einen ihrer Kandidaten ins Finale schicken. Das Publikum konnte mit ihren Abstimmungsgeräten nun den Sieger festlegen.

Theatrium The Voice of the Ocean Aida

Links Gastkünstler Jens Heinrich Claasen, rechts der Kapitän Daniel Kreikemeyer.

Tag 9 (24.08.2014): Invergordon

Invergordon IIII

Eine Bohrinsel mit Schlepperhilfe auf dem Weg nach Invergordon

Nach 2 Tagen auf See erreichen wir heute Morgen endlich die kleine schottische Hafenstadt Invergordon! Der Hafen des Ortes ist der zweitgrößte schottische Kreuzfahrthafen hinter Greenock. Außerdem hat sich der Hafen auf die Reparatur von Bohrinseln, die hier zahlreich anzutreffen sind, spezialisiert. Invergordon ist der Ausgangshafen für Ausflüge in das 30 km entfernte Inverness, zum berühmten 50 km entfernten Loch Ness und in die beeindruckenden schottischen Highlands.

Nachdem wir am Vormittag auf eigene Faust einen Spaziergang durch den kleinen Ort Invergordon machen, haben wir uns dazu entschlossen, am AIDA-Ausflug zur Whisky Destille Glemorangie teilzunehmen. Gegen 14 fahren wir mit dem Bus zur 20 Min. entfernten Destille. Dort bekamen wir eine Führung und Erklärungen zur Kunst des schottischen Whisky-Brennens. Auch eine kleine Kostprobe für alle Volljährigen durfte natürlich nicht fehlen. Danach ging es mit dem Bus weiter ins Dorf Dornoch, das allerdings bis auf die kleinste Kathedrale Schottlands wenig zu bieten hat.

Der teuerste Whiskey im Brennerei-Shop: 260 Pfund (umgerechnet 326 Euro) !

Der teuerste Whiskey im Brennerei-Shop: 260 Pfund (umgerechnet 326 Euro) !

Am Abend verlassen wir Schottland, vorbei an den wunderschönen Highlands in Richtung Bergen. Eine Dudelsackband steht erfreulicherweise an der Pier und verabschiedete uns mit ihrer traditionellen Musik.

Tag 10 (25.08.2014): Seetag

Bereits den 3. Seetag haben wir heute hinter uns zu bringen. Es scheint zwar die Sonne, aber eine Außentemperatur von ca. 15°C lädt nicht dazu ein, den Tag auf einer Liege zu verbringen. Dafür gab es heute wieder ein tolles Aufgebot an Shows. Um 21.30 Uhr trat „Gedankenleser“ Harry Sher mit einer atemberaubenden und unglaublichen Show auf. Morgen erwartet uns Bergen.

Tag 11 (26.08.2014): Bergen

Gegen 6 Uhr fahren wir bei starkem Nebel in die wunderschöne Fjordwelt Norwegens rund um Bergen ein. Trotz Eiseskälte und der frühen Stunde stehen sehr viele Passagiere an Deck um Fotos zu schießen. Um 7.30 Uhr machen wir dann in Bergen fest.

Mit uns ist heute das Kreuzfahrtschiff Oriana von P&O Cruises hier.

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Einlaufen in Bergen bei Nebel

Bergen! Die ehemalige norwegische Hauptstadt ist mit 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Ab dem Jahr 1343 wurde Bergen ein wichtiges Handelszentrum der Hanse. Aus der Zeit stammen unter anderem die historischen Bryggen, die zu einem Besuch der Stadt dazu gehören. Auch heute noch ist die Stadt die führende Hafenstadt an der norwegischen Westküste und zudem ein bedeutendes Kulturzentrum.

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grandioser Ausblick vom Floyen

Wir machen uns zu Fuß auf dem Weg zum berühmten, aber nicht großen Fischmarkt. Dort werden Stockfisch, Hummer, norwegische Krabben, Lachs etc., aber auch Kleidungsartikel und Souvenirs angeboten.

Bei nun perfektem Wetter und klarer Sicht geht es weiter zur Talstation der Floyenbahn. Nach kurzer Wartezeit geht es mit den kleinen Bahnen ca. 5 min. hoch auf 425 Meter. Dort erwartet uns ein grandioser Blick über Bergen und die Fjordlandschaft (mehr Infos im Ausflugstipp). Danach geht es zu Fuß wieder bergabwärts durch die schöne Natur des Floyen. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch die schöne Innenstadt von Bergen und dann geht es auch schon wieder in Richtung Schiff. Wir schauen uns auf dem Rückweg noch die älteste Siedlung der Stadt, die UNESCO-Weltkulturerbestätte Bryggen an, die einst von Handelsleuten der Hanse erbaut wurden.

Bergen V

Unesco-Weltkulturerbe Bryggen

Im schönen Abendlicht verlassen wir Bergen gegen 18 Uhr. Später erreichen wir das offene Meer.

Unser  Ausflugstipp für Bergen:

Besuchen  Sie die Aussichtsplattform des Berges Floyen. Bei freier Sicht erwartet Sie ein wirklich unglaublicher Blick über Bergen und Umgebung. So etwas erlebt  man selten! Dort hoch gelangen Sie entweder per Floyen Bahn für 43 Norwegische Kronen pro Person und Fahrt oder kostenlos zu Fuß durch die wunderbare Natur. 

Tag 12 (27.08.2014): Eidfjord

Nach dem schönen Einlaufen durch den großen  Hardangerfjord und den Eidfjord! machen wir am frühen Morgen am einzigen Anleger in der gleichnamigen Kommune fest. Hier lebt 1 Einwohner auf 1 km².

Eidfjord I

Fjordlandschaft

Bei traumhaftem Wetter nehmen wir heute an der AIDA-Pedelec-Tour teil. Ein Pedelec ist ein Fahrrad, das die eigene Tretleistung unterstützt aber nicht ersetzt. Es gibt 4 verschiedene Stufen, die man je nach Steilheit der Strecke und eigener Ausdauer einstellen kann. Diese Tour ist nicht für unsportliche Passagiere geeignet. Mit der ca. 30-köpfigen Gruppe und dem Guide absolvierten wir 35 Kilometer. Was es anstrengend macht, sind allerdings die insgesamt über 800 Höhenmeter! Eine der härtesten Touren die Aida im Angebot hat. Trotzdem haben es fast alle Teilnehmer bis hoch auf das Aussichtsplâteau geschafft. Während der Fahrt, vorbei an der wunderschönen Landschaft Norwegens mit Wasserfällen, sehr steilen Bergen und der Aussicht auf den Fjord, machten wir ein paar sehr erwünschte Verschnaufpausen und Fotostopps. Der Blick nicht nur von der Aussichtsplattform, sondern auch während der Strecke entlohnte die Anstrengung. Der Weg nach unten war natürlich deutlich entspannter. Gegen Mittag trafen wir wieder am Schiff ein.

Aida stella 27.08.

AIDAstella in Eidfjord

Tag 13 (28.08.2014): Stavanger

Nach dem Einlaufen am Morgen verließen wir das Schiff heute zum letzten Mal vor dem Einlaufen in Hamburg. Stavanger! ist eine moderne Ölmetropole und mit 120.00 Einwohnern die viertgrößte Stadt Norwegens. 2008 wurde sie zur Kulturhauptstadt Europas gewählt. Die Stadt liegt allerdings nicht direkt am Byfjordund. In direkter Umgebung sind keine Berge zu finden. Zusammen mit uns lagen heute im Hafen die Kreuzfahrtschiffe MSC Orchestra und die Costa Luminosa. Somit war die Kleinstadt bis zum Rand gefüllt mit den insgesamt etwa 8500 Kreuzfahrtpassagieren.

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Von links: MSC Orchestra, Costa Luminosa, AIDAstella

Wir machen heute einen kleinen Spaziergang vorbei am Sport- und Kreuzfahrthafen bis zum Norwegischen Ölmuseum, der Innenstadt und der schönen Altstadt, mit schönen weißen Holzhäusern. Ansonsten gibt Stavanger aus unserer Sicht nicht mehr her.

Um 18.15 Uhr verließen wir mit kleiner Verspätung Norwegen. Zum letzten Mal in dieser Reise ertönte die Auslaufmusik „Sail away“ aus den Lautsprechern.

Unser Ausflugstipp für Stavanger:

Fast direkt neben dem Anleger der Kreuzfahrtschiiffe ist die Altstadt zu finden. Dort finden Sie sorgfältig gepflegte weiße Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ein Spaziergang dorthin lohnt sich.

Tag 14 (29.08.2014): Seetag

Wir befinden uns heute auf dem Weg vom norwegischen Stavanger bis zum Zielhafen dieser Reise, Hamburg. Trotz des am Morgen eher diesigen Wetters genossen alle Passagiere nochmal den letzten ganzen Tag.

Im Theatrium findet heute die Nautische Fragestunde statt. Im Voraus gab es die Möglichkeiten Fragen abzugeben, die heute beantwortet werden. Zudem der Cocktailshakewettbewerb „Nautik vs. Gäste“. Am Abend fand dann die große Farewall-Party auf dem Pooldeck statt.

Tag 15 (30.08.2014): Ankunft in Hamburg

Ganz früh am Morgen legten wir in Hamburg an. Unsere Reise war nun zu Ende. Nach dem letzten Frühstück an Bord ging es vom Schiff mit einem Taxi (16.30 Euro) zum Hauptbahnhof. Leider war der Zug überfüllt und wir konnten keinen Sitzplatz finden.

Hamburg ende_bearbeitet-1

Auch die AIDAsol war heute in Hamburg zu Gast

Fazit:

Die positiven Eindrücke überwiegen auf jeden Fall. Die Anlaufhäfen sind sehr schön! Am meisten überzeugt hat uns das norwegische Bergen. Die vielen verschieden Eindrücke muss man erstmal verarbeiten.

In der Nordsee darf man den Wellengang nicht unterschätzen. Wir hatten leider nicht so viel Glück mit dem Wetter.


Innenaufnahmen und Informationen zur AIDAstella finden Sie im Bericht: An Bord der AIDAstella